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Melilla hat rund 65.000 Einwohner, und hier leben vier Kulturen zusammen, die sich, ohne ihre eigene Identität abzulegen, jeden Tag an dem alltäglichen gegenseitigen Kontakt bereichern. Man kann sagen, dass in derselben Stadt "vier verschiedene Melillas" nebeneinander leben: das christliche, das moslemische, das hebräische und das kleine hinduistische Melilla.

Tatsächlich ist Melilla aber eine einzige Stadt, die dem Besucher in perfekter Harmonie eine unglaubliche Vielfalt an Nuancen bietet, die in anderen Teilen der Erde schwer zu finden wären. Und dies zu Füßen des Berges Gurugú, der die Stadt dominiert.

Wenn wir von "vier Melillas" in einer einzigen Stadt sprechen, dann können wir auch von vier verschiedenen Gruppen von Einwohnern in Melilla sprechen. Die christliche Gemeinde, welche am zahlreichsten vertreten ist, erlangte ihre Stellung im 16. Jahrhundert mit der Ankunft der Spanier. Die moslemische Gemeinde, deren Mitglieder in ihrer Mehrheit von den Berbern abstammen, ist die zweitgrößte und gelangte im 7. Jahrhundert nach Melilla. Die jüdische oder hebräische Gemeinde, die seit dem 19. Jahrhundert zurückgekehrt ist, ist die drittgrößte, was die Anzahl der Mitglieder betrifft. Die hinduistische Bevölkerung schließlich, ist die modernste und am geringsten vertretene. Sie alle bilden eine große Gemeinde, die ihre Besucher mit dem ruhigen Umgang miteinander überrascht, der in den verschiedenen Gegenden von Melilla zu spüren ist.

Nur in Melilla kann man durch die Straßen laufen, umgeben von so verschiedenen Menschen, manche mit indischen oder hebräischen Gesichtszügen, andere mit der typischen Berbertracht oder mit den arabischen Dschellabas.

Dieser kulturelle Reichtum ist nicht nur bei den Einwohnern zu entdecken und kann auch in den Straßen von Melilla beobachtet werden, wo wir genauso viele Moscheen wie Kirchen finden und wo man anhalten kann, um neugierig Synagogen und Tempel anderer Religionen zu betrachten.

In der Gegend außerhalb des sogenannten "Triángulo de Oro" (Goldenes Dreieck, das heißt die Straßen des Viertels Héroes de España) befinden sich die außergewöhnlichsten Tempel der Stadt. Für jede einzelne der genannten Religionen und Kulturen, können wir ein Exemplar nennen, zum Beispiel die Iglesia del Sagrado Corazón (Heilige Herz- Kirche) im neoromantischen Stil. Es handelt sich um ein einzeln stehendes Gebäude mit drei Kirchenschiffen, ein Werk des Architekten des Bischofs von Málaga, Fernando Guerrero Strachan.

Anschließend gelangen wir zu der Synagoge Or Zoruah (Heiliges Licht), ein Gebäude mit drei Stockwerken des Architekten Enrique Nieto (1924). Dies ist eine der spektakulärsten der zehn Synagogen, die sich in Melilla befinden.

Die hinduistische Gemeinde bleibt, obwohl sie die am geringsten vertreten ist, nicht unbemerkt, sowohl aufgrund ihrer Gastronomie als auch aufgrund ihrer diskreten, aber den anderen gegenüber offenen Seinsart. Die hinduistische Kapelle kann nach vorheriger Anmeldung bei den Verantwortlichen der Gemeinde besichtigt werden.




Als letztes, aber nicht weniger bedeutend, gibt es die Moschee Central del Polígono, die sich gegenüber der Synagoge befindet. Sie ist ebenfalls Werk von Enrique Nieto (1945) und einer der Tempel, die den Straßen von Melilla große Exotik verleihen.



In diesen Rundgang können Besichtigungen von anderen religiösen Gebäuden einbezogen werden. Auf diese Weise tauchen wir über die Architektur in die kulturelle Vielfalt von Melilla ein.





     
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